Sonntag, 2. Oktober 2016

Erntedank!

Ein besonderes Fest im Jahresverlauf ist für mich das Erntedank-Fest. Dafür muss ich keiner Kirche angehören, dazu muss ich lediglich mit der Natur verbunden sein.

Sonnenacker der Familie Löw-Dick, Kottgeisering        (Foto: K. Löw)









































Wer den Bezug nicht ganz verloren hat, kann sich glücklich schätzen! Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, die mühevoll gesäten und gehegten Früchte vom Feld zu ernten, zu verarbeiten, mit ihnen zu kochen und sie letztlich zu verspeisen. Euphorie (morgens um 6 Uhr, in Gummistiefeln an der frischen Luft) und Dankbarkeit, Wertschätzung, Seelenruhe und (Supermarktjahre lang vergessene) Geschmackserlebnisse sind häufige Nebenwirkungen.

Wer keinen eigenen Grund hat, macht sich (und seinen Kindern) sicherlich ein großes Geschenk mit der Pacht einer Furche auf dem Sonnenacker. Die - zugegeben - ziemlich bequeme Alternative ist das Abo einer Ökokiste. Aber auch damit lässt sich die Verbindung zu unserem Planeten wieder herstellen. Zu wissen, was in unseren Breiten wann wächst, kann nicht nur der Gesundheit zuträglich, sondern für die Eine oder den Anderen zum echten Aha-Erlebnis werden. Und vielleicht rückt vor allem eines wieder mehr ins Bewusstsein: Wir sind abhängig. Abhängig von der Sonne, der Erde, den Insekten, dem gesamten Ökosystem.

Ich frage Sie: Was gilt es also Schöneres zu begehen als ein echtes Ernte-Dank-Fest?

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